Sprünge
Mit Sprüngen ist es möglich, Fragen, die für einen Teilnehmer nicht relevant sind, nicht anzuzeigen. Es besteht auch die Möglichkeit, in einen anderen Abschnitt zu springen, um zusätzliche Fragen einzublenden. Es wird zwischen einfachen Sprüngen und erweiterten Sprüngen unterschieden. Wenn Sie sich im einfachen Fragebogenmodus befinden, können Sie keine erweiterten Sprünge einfügen.


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Fragebogen mit Sprüngen
Demofragebogen mit Sprüngen

 

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Einleitung

Wie komme ich zu den einfachen Sprüngen?

  1. in der Menüleiste (ganz oben) auf "Fragebögen" -> "Übersicht" klicken

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  2. den Fragebogen markieren (1x anklicken), er ist dann gelb hinterlegt

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  3. in der Iconleiste (oben rechts) auf das zweite Icon "Öffnen" Bild klicken

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  1. auf das Bild-Icon vor der Frage klicken, von der aus Sie den Sprung einfügen möchten; Sie sehen dann alle Antwortmöglichkeiten

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  2. auf den grünen Pfeil Bild klicken neben jener Antwortmöglichkeit, von der aus Sie den Sprung beginnen möchten

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Wie komme ich zu den erweiterten Sprüngen?

  1. in der Menüleiste (ganz oben) auf "Fragebögen" -> "Übersicht" klicken

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  2. den Fragebogen markieren (1x anklicken), er ist dann gelb hinterlegt

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  3. in der Iconleiste (oben rechts) auf das zweite Icon "Öffnen" Bild klicken

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  4. den Abschnitt markieren (1x anklicken), er ist dann gelb hinterlegt

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  5. in der Iconleiste (oben rechts) auf das zweite Icon "Öffnen" Bild klicken

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  1. die Frage markieren (1x anklicken), vor welcher Sie den Sprung einfügen möchten; sie ist dann gelb hinterlegt

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  2. in der Iconleiste (oben rechts) auf das dritte Icon "Sprung hinzufügen" Bild klicken

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Einfache Sprünge

Einfache Sprünge werden dann eingesetzt, wenn bei einer bestimmten gewählten Antwort eine oder mehrere Fragen im selben Abschnitt ausgelassen werden sollen oder in einen anderen Abschnitt gesprungen werden soll.

Einfacher Sprung basierend auf einer Einfachauswahlfrage

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Sprünge im gleichen Abschnitt

Klicken Sie in der Fragenübersicht bei der gewünschten Einfachauswahlfrage auf das Bild-Icon und anschliessend auf den grünen Pfeil Bild bei derjenigen Antwortmöglichkeit, bei der Sie den Sprung einfügen möchten. Es sollte sich folgendes Fenster öffnen:

s:GrafikErklaerung

Die Erklärungen zu den Nummern finden Sie unterhalb der Grafik.


  1. Wählen Sie, zu welcher Frage der Teilnehmer springen soll, falls er diese Antwortmöglichkeit gewählt hat.
  2. Kreuzen Sie dieses Feld an, falls Sie wünschen, dass der Sprung bei allen Antwortenmöglichkeiten dieser Frage ausgeführt wird.
Hinweis: Sie können nur vorwärts springen und nie auf zuvor gestellte Fragen zurückverweisen.

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Sprünge in einen Nebenabschnitt

Falls Sie mehrere Abschnitte haben, d.h. Ihr Fragebogen im erweiterten Modus ist, dann können Sie auch auf Fragen in einem separaten Abschnitt springen.

Klicken Sie in der Fragenübersicht bei der gewünschten Einfachauswahlfrage auf das Bild-Icon und anschliessend auf den grünen Pfeil Bild bei derjenigen Antwortmöglichkeit, bei der Sie den Sprung einfügen möchten. Es sollte sich folgendes Fenster öffnen:

Bild

  1. Wählen Sie den Nebenabschnitt, in welchen der Teilnehmer springen soll, falls er diese Antwortmöglichkeit gewählt hat.
  2. Wählen Sie, zu welcher Frage (des im Punkt 1 gewählten Nebenabschnittes) der Teilnehmer springen soll, falls er diese Antwortmöglichkeit gewählt hat.
  3. Kreuzen Sie dieses Feld an, falls Sie wünschen, dass der Sprung bei allen Antwortenmöglichkeiten dieser Frage ausgeführt wird.

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Einfacher Sprung basierend auf einer Mehrfachauswahlfrage

Ein einfacher Sprung basierend auf einer Mehrfachauswahlfrage ist nur im erweiterten Fragebogenmodus mit mehreren Abschnitten möglich. Sie können nur einen Sprung zu einer Frage, die sich in einem separaten Abschnitt befindet, einstellen.

Klicken Sie in der Fragenübersicht bei der gewünschten Mehrfachauswahlfrage auf das Bild-Icon und anschliessend auf den grünen Pfeil Bild bei derjenigen Antwortmöglichkeit, bei der Sie den Sprung einfügen möchten. Es sollte sich folgendes Fenster öffnen:

s:GrafikErklaerung

Die Erklärungen zu den Nummern finden Sie unterhalb der Grafik.


  1. Wählen Sie den Nebenabschnitt, in welchen der Teilnehmer springen soll, falls er diese Antwortmöglichkeit gewählt hat.
  2. Wählen Sie, zu welcher Frage (des im Punkt 1 gewählten Nebenabschnittes) der Teilnehmer springen soll, falls er diese Antwortmöglichkeit gewählt hat.
  3. Kreuzen Sie dieses Feld an, falls Sie wünschen, dass der Sprung bei allen Antwortenmöglichkeiten dieser Frage ausgeführt wird.

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Einfacher Sprung basierend auf einer Matrixfrage

Ein einfacher Sprung basierend auf einer Matrixfrage ist nur im erweiterten Fragebogenmodus mit mehreren Abschnitten möglich. Sie können nur einen Sprung zu einer Frage, die sich in einem separaten Abschnitt befindet, einstellen.

Das Vorgehen entspricht dem einfachen Sprung basierend auf einer Mehrfachauswahl

Zusätzlich erscheint bei einer Matrixfrage im Fenster ein zusätzliches Feld:
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Hier können Sie angeben, wie oft diese Antwortmöglichkeit gewählt werden muss, bevor der Sprung erfolgt. Sie geben auch an, ob es mindestens, genau oder maximal diese Anzahl sein muss. Wenn Sie zum Beispiel möchten, dass gesprungen wird, wenn der Befragte dreimal oder öfter "unzufrieden" angeklickt hat, wählen Sie in der Auswahlliste "mindestens" aus und tragen ins Textfeld "3" ein.

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Erweiterte Sprünge

Nur im erweiterten Fragebogenmodus möglich

Erweiterte Sprünge werden dann eingesetzt, wenn auf Grundlage einer oder mehrerer Antworten, die der Befragte auf zuvor gestellte Fragen gegeben hat, zu einer anderen Frage oder einem anderen Textblock springen soll. Sprünge werden nur ausgeführt, wenn gewisse von Ihnen eingestellte Bedingungen erfüllt sind. Sie können einen Sprung hinzufügen, der auf zuvor gesammelten Daten und Antworten basiert (auch Personalvariablen der Teilnehmer, sogenannte Panelvariablen). Diese Sprünge können sowohl innerhalb eines Abschnittes stattfinden, als auch zu einem anderen Abschnitt gehen.

Hinweis: Sie können nur vorwärts springen und nie auf zuvor gestellte Fragen zurückverweisen.

Wenn Sie einen erweiterten Sprung einfügen, öffnet sich folgendes Fenster:

s:GrafikErklaerung

Die Erklärungen zu den Nummern finden Sie unterhalb der Grafik.


  1. An den nächsten Sprung koppeln: Sie können Sprünge verknüpfen.
  2. Name: Hier geben Sie den internen Namen des Sprunges ein.
  3. Erklärung: Hier können Sie eine interne Erklärung des Sprunges notieren.
  4. Art des Sprunges: Stellen Sie hier ein, welche Sprungart Sie einstellen möchten.

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Sprungarten

Sie können aus sechs verschienden Sprungarten auswählen:

Art des Sprunges Erklärung
Konditioneller Sprung Der Sprung muss auf Grundlage von Bedingungen, die Sie einstellen, gemacht werden.
Hier sehen Sie ein Beispiel für konditionelle Sprünge.
Konditioneller Seitenumbruch Ein Seitenumbruch wird eingefügt, wenn die eingegebenen Bedingungen erfüllt sind. Alle Fragen, die unter dem Seitenumbruch bis zum nächsten Seitenumbruch stehen, werden ausgelassen. Wenn die Bedingung nicht erfüllt ist, werden die Fragen, die unter dem bedingungsabhängigen Seitenumbruch stehen, angezeigt.
Pflichtsprung Wenn der Befragte hierher gelangt, muss der Sprung auf jeden Fall gemacht werden.
Beendigung des Fragebogens Wenn der Befragte hierher gelangt, wird der Fragebogen auf jeden Fall abgeschlossen (= Sprung auf die Endseite des Fragebogens).
Quote kontrollieren Wenn der Befragte hierher gelangt, wird kontrolliert, ob er Teil einer Quote ist.
Hier sehen Sie mehr zum Umgang mit Quoten.
Zufallssprung Ein zufälliger Sprung ermöglicht Randomisierung in Ihrem Fragebogen. Wenn Sie beispielsweise drei zufällige Sprünge miteinander verknüpft haben, wird einer der drei Sprünge ausgeführt. In dieser Form wird für jeden Befragten ein Zufallssprung ausgeführt.
Hier sehen Sie ein Beispiel für Zufallssprünge.

Wenn Sie sich für einen bedingungsabhängigen Sprung entscheiden, müssen Sie anschliessend die Bedingung(en) einstellen.

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Bedingungen einstellen

Bei einem konditionellen Sprung oder Seitenumbruch müssen Sie Bedingungen einstellen, wann der Sprung ausgeführt werden soll.

s:GrafikErklaerung

Die Erklärungen zu den Nummern finden Sie unterhalb der Grafik.


  1. Evaluation: Hier geben Sie an, ob die nachfolgenden Bedingungen zutreffen ("Bestätigend") oder eben nicht zutreffen sollen ("Verwerfend"), damit der Sprung ausgeführt wird. "Verwerfend" entspricht dem logischen NICHT/NOT in der Mengenleere.

  2. Ausdruck (1): Hier geben Sie die Variable, auf der die Bedingung basiert, ein. Sie können hier Variablen direkt eingeben oder sie mithilfe des Icons Bild ("Variable auswählen") auswählen.

    Der Umgang mit Variablen können Sie im Kapitel Arbeiten mit internen Variablen nachschlagen.

  3. Bedingung: Hier wählen Sie den Vergleichsoperator aus, der die Ausdrücke links und rechts vergleicht. Sie können aus den folgenden Vergleichsoperatoren wählen:
    Bild

    Die letzten drei Voraussetzungen gelten nur für alphanumerische Daten. Das sind Daten, die in den Fragen als freie Eingabe definiert sind. Sie bestimmen, ob die Variable einen bestimmten Wert hat. So enthält das Wort "Collectorquestionnaires" zum Beispiel das Wort "question". Bei diesen Vergleichen wird die Gross- und Kleinschreibung nicht berücksichtigt.

  4. Ausdruck (2): Hier können Sie den Wert eingeben, der mithilfe des festgelegten Vergleichsoperators mit dem Variablenwert des Teilnehmers (aus Ausdruck 1) verglichen werden soll. Sie können hier einen Wert wie eine Zahl, ein Datum oder einen Ortsnamen eingeben. Sie können hier auch eine zweite Variable eingeben, sodass zwei Variablenwerte des Teilnehmer miteinander verglichen werden.

    Der Umgang mit Variablen können Sie im Kapitel Arbeiten mit internen Variablen nachschlagen.

    Achtung: Beachten Sie beim Eingeben des Ausdruckes folgendes:
    s:GrafikErklaerung

    Die Erklärungen zu den Nummern finden Sie unterhalb der Grafik.


    1. Wenn Sie einen alphanumerischen Wert eingeben möchten (Buchstaben und Zahlen), muss davor ein Apostroph (’) stehen. Das kennen Sie möglicherweise bereits aus einem Tabellenkalkulationsprogramm wie Excel. Das Apostroph verhindert, dass Ihre Eingabe als Variable aufgefasst wird.
    2. Wenn Sie ein Datum eingeben wollen, muss dies wie folgt aussehen: ’tt-mm-jjjj (einschliesslich Apostroph).
    3. Wenn Sie für die Antwortmöglichkeiten einer Frage einen Wert angegeben haben, verwenden Sie den Wert der Antwortmöglichkeit. Wenn Sie dies nicht gemacht haben, geben Sie den Wert der laufenden Nummer der gewählten Antwortmöglichkeit ein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Werte Sie verwenden sollen, öffnen Sie die entsprechende Frage und überprüfen Sie die dort vermerkten Werte der Antwortmöglichkeiten.

  5. Nächste Bedingung: Wenn Sie mehrere Bedingungen einstellen wollen, wählen Sie in dieser Spalte noch das Verhältnis zur nächsten Bedingung aus. Sie können wählen aus:

    - UND: Sowohl diese Bedingung als auch die nächste Bedingung muss wahr sein, um den Sprung zu machen.
    - ODER: Entweder diese oder die nächste Bedingung muss wahr sein (eine von beiden), um den Sprung zu machen.

    Wenn Sie diese Auswahl treffen, erscheint die Eingabe für die nächste Bedingung. Sie können natürlich auch mehrere Bedingungen hinzufügen. Das Verhältnis (UND oder ODER) muss dabei immer angegeben werden. Bei mehr als zwei Bedingungen wird eine Vorrangregel angewendet: UND hat Vorrang vor ODER.

Zum Beispiel
A UND B ODER C A und B sind beide wahr ODER C ist wahr
A UND B ODER C UND D A und B sind beide wahr ODER C und D sind beide wahr
A ODER B UND C A ist wahr ODER B und C sind beide wahr (also nicht: entweder A oder B ist wahr UND C ist wahr!)

  1. Springe zu: Geben Sie hier an, zu welchem Element (Frage, Textblock, Sprung oder Aktion) der Teilnehmer springen soll, falls die gesamte Bedingung erfüllt ist.

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Sprünge verknüpfen

Wenn Sie mit der Erstellung eines Sprunges fertig sind, können Sie unmittelbar hinter diesem Sprung einen weiteren Sprung erstellen. Sie können ihn mit dem vorangehenden Sprung verknüpfen oder nicht. Die Standardeinstellung ist keine Verknüpfung, da dies in den allermeisten Fällen das gewünschte Verhalten erzeugt.
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Verknüpfte aufeinanderfolgende Sprünge

Wird ein Sprung mit dem vorigen Sprung verknüpft, so ensteht ein Block. Auf dem Bildschirm erkennen Sie dies daran, dass die Sprünge ohne Seitenumbruch (schwarze Linie) untereinander stehen.
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Dies bedeutet, dass Sprung 2 nur in Betracht gezogen wird, wenn Sprung 1 nicht erfolgt. Wenn Sprung 1 erfolgt, wird Sprung 2 nicht ausgeführt.
Sie können selbstverständlich noch mehr Sprünge hintereinander stellen. Die Sprünge werden dann der Reihe nach durchgegangen. Wenn ein Sprung gefunden wird, der ausgeführt werden muss, werden eventuell folgende Sprünge in diesem Block nicht mehr ausgeführt. Sie müssen also darauf achten, in welcher Reihenfolge Sie die Sprünge einfügen.
Dies wird in Computersprachen häufig als "if – then – else" ("wenn - dann - ansonsten") bezeichnet.

Beispiel

Sie können drei Sprünge hintereinander einstellen:

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  • Sprung 1: wenn Geb.-Jahr > 1987 und Auto=ja: Sprung zu Abschnitt "Zu jung"
  • Sprung 2: wenn Auto = ja: Sprung zu Abschnitt "Autobesitzer"
  • Sprung 3: wenn Auto = nein: Sprung zu Abschnitt "Kein Autobesitzer"

Sprung 2 wird in diesem Beispiel erst ausgeführt, wenn das Geburtsjahr vor 1987 liegt und der Teilnehmer ein Auto hat.
Sprung 3 wird erst ausgeführt, wenn der Befragte kein Auto hat. Sprung 1 und 2 wurden also nicht ausgeführt.

Im hier gezeigten Beispiel ist es wichtig, den Sprung mit dem Geburtsjahr vor dem Sprung für Autobesitzer anzubringen. Wenn Sie den Sprung mit den Autobesitzern früher anbringen würden, würde niemand den Sprung mit dem Geburtsjahr mehr machen, weil alle schon zum Abschnitt "Autobesitzer" gesprungen sind.

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Nicht verknüpfte aufeinanderfolgende Sprünge

Sie können auch zwei Sprünge direkt hintereinander anbringen, ohne dass sie miteinander verknüpft sind. Sie geben dies im Feld "An den nächsten Sprung koppeln" mit "Nein" an. Auf dem Bildschirm erkennen Sie dies daran, dass die Sprünge mit einem Seitenumbruch (schwarze Linie) untereinander stehen.
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Das Trennen der Sprünge hat denselben Effekt wie das Einfügen eines Seitenumbruchs zwischen Fragen oder Textblöcken. Der nächste Sprung wird dann immer überprüft, auch wenn der frühere Sprung ausgeführt wurde.

In Computersprachen entspricht dies einem immer neuen "if-then"-Block ("wenn - dann").

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Beispiele

Nachfolgend ein paar Beispiele zu den verschiedenen Sprüngen. Den gesamten Beispielfragebogen mit allen nachfolgenden Beispielsprüngen finden Sie hier: Beispielfragebogen mit Sprüngen

Beispiel für einfache Sprünge

Wenn Sie bei der Frage Q1

Wenn Sie bei der Frage Q1 "Haben Sie Gerät X schon einmal benutzt?" die Antwortoption "Nein" wählen, überspringen Sie anschliessend die unrelevante Frage Q1.1 "Wie oft benutzen Sie das Gerät X?" und gehen über zur nächsten relevanten Frage Q2 "Haben Sie schon einmal Werbung für Gerät X gesehen?". Wenn Sie hingegen "Ja" wählen, ist die Frage nach der Benutzungshäufigkeit relevant, sodass diese als Nächste angezeigt wird.

Auch bei der nächsten Frage Q2 "Haben Sie schon einmal Werbung für das Gerät X gesehen?" ist ein Skip eingestellt. Wenn Sie die Antwortoption "Nein" wählen, wird die unrelevante Frage Q2.1 "In welchen Medienkanälen haben Sie schon einmal Werbung für das Gerät X gesehen?" übersprungen.

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Beispiel für konditionelle Sprünge

Konditionelle Sprünge werden auf der Grundlage von bereits gesammelten Daten oder genannten Antworten zu einem späteren Punkt im Fragebogen ausgeführt. Wenn Sie bei der ersten Frage Q1 im Fragebogen

Konditionelle Sprünge werden auf der Grundlage von bereits gesammelten Daten oder genannten Antworten zu einem späteren Punkt im Fragebogen ausgeführt.

Wenn Sie bei der ersten Frage Q1 im Fragebogen "Haben Sie Gerät X schon einmal benutzt?" "Nein" gewählt haben, wird NICHT die für Nichtbenutzer unrelevante Frage Q3 "Geben Sie an, inwieweit Sie den folgenden Aussagen über das Gerät X zustimmen" angezeigt, sondern es folgt eine allgemeine Frage Q4 über den Besitz von Geräten.

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Beispiel für verknüpfte konditionelle Sprünge

In diesem Beispiel sind mehrere konditionelle Sprünge gekoppelt, um aufgrund der auf die beiden Fragen (

In diesem Beispiel sind mehrere konditionelle Sprünge gekoppelt, um aufgrund der auf die beiden Fragen ("auto" und "alter") genannten Antwortenkombination zur relevanten Folgefrage zu springen. Dabei handelt es sich um eine so genannte "IF-THEN-ELSE"-Konstruktion; wenn nicht die Bedingungen des ersten Sprunges erfüllt werden, dann werden die Bedingungen des zweiten Sprunges geprüft usw.

Wenn der Teilnehmer beispielsweise angibt, dass er jünger als 18 Jahre ist und ein Auto besitzt, dann springt er in Verbindung mit der Antwortenkombination in den Abschnitt "zu jung" zu folgender Frage: "Sie sind zu jung, um einen in der Schweiz gültigen Führerschein zu besitzen. Warum besitzen sie dennoch ein Auto?". Die folgenden zwei konditionellen Sprünge werden nun nicht ausgeführt.


Beispiel für verknüpfte Zufallssprünge


Nach der Einleitung sind drei miteinander verknüpfte Zufallsprünge in verschiedene Abschnitte definiert. Genau einer dieser drei Sprünge wird zufällig ausgeführt. Der Teilnehmer wird nun also zu einem der drei Produkte X,Y,Z eine Frage beantworten. Zu den andern Produkten wird er keine Fragen erhalten.


Beispiel für nicht verknüpfte Zufallssprünge


Nach der Einleitung sind drei nicht miteinander verknüpfte Zufallsprünge in verschiedene Abschnitte definiert. Es werden nacheinander alle drei dieser Sprünge ausgeführt, allerdings wird die Reihenfolge zufällig sein. Der Teilnehmer wird nun also zu allen drei Produkten X,Y,Z in zufälliger Reihenfolge eine Frage beantworten. Danach geht es zum "Schluss"-Textblock.


Kombiniertes Beispiel: Bewertung von max. 3 der ausgewählten Marken

Ausgangssituation: Der Teilnehmer sieht eine Liste mit mehreren Marken und soll alle diejenigen ankreuzen, die er kennt. Danach soll er die bekannten Marken anhand bestimmter Fragen bewerten. Jedoch soll der Teilnehmer nicht zu viel Zeit mit der Markenbewertung verbringen, deshalb soll er höchstens 3 der genannten Marken bewerten.


Umsetzungsidee: Die Bewertungsfragen für jede einzelne Marke werden in eigenen Nebenabschnitten (ein Abschnitt für jede Marke) platziert. Im Hauptabschnitt, wo die Markenabfrage notiert ist, werden Sprünge auf die Nebenabschnitte angelegt.


Problem: Konditionelle Sprünge werden immer in der Reihenfolge abgearbeitet, in der sie in Collector angelegt sind. Dadurch würden die ersten Marken (in der Sprungreihenfolge) systematisch bevorzugt, während die letzten Marken im ungünstigsten Fall gar keine Bewertung bekommen.
Lösungsansatz: Im Hauptabschnitt werden alle Sprünge als Zufallssprünge angelegt, und zwar als nicht verknüpfte Zufallssprünge (erkennbar an den schwarzen Linien zwischen den Sprüngen). Mit dieser zufällig erzeugten Reihenfolge wird die systematische Bevorzugung der ersten Marken unterbunden.


Die konditionellen Sprünge, die überprüfen, ob der Teilnehmer die Marke überhaupt kennt und ob nicht schon 3 Marken bewertet wurden, werden in den Nebenabschnitten platziert.


Jeder Nebenabschnitt wird auf diese Weise durchlaufen, jedoch sorgen die konditionellen Sprünge auf das jeweilige Abschnittsende dafür, dass dennoch nur maximal 3 Marken bewertet werden.

Der konditionelle Sprung aus dem Abschnitt "02 - Bewertung Condor" (s.a. Abbildung oben) sieht wie folgt aus:
Die erste Bedingungszeile überprüft, ob "Condor" (zweite Antwort der Ausgangsfrage "airlines") überhaupt ausgewählt wurde. Der Wert 1 bedeutet markiert; der Wert 0 bedeutet nicht markiert. Wenn "Condor" nicht markiert wurde (= Wert 0), dann überspringe alle Bewertungsfragen.
Die zweite Bedingungszeile überprüft, wie viele Marken bereits bewertet wurden. Ist der Zählerstand bei mindestens 3, dann überspringe alle Bewertungsfragen.
Beide Bewertungszeilen sind mit einem ODER verknüpft, weil es ausreicht, dass eine der beiden Teilbedingungen erfüllt ist, um zum Abschnittsende zu springen. (Bei "Springe zu:" wurde das Dummy-Element am Abschnittsende als Sprungziel ausgewählt.)

Zum Schluss der Beschreibung dieses komplexen Beispiels muss der Zähler noch erwähnt werden. Da der Zähler selbst nichts mit Sprüngen zu tun hat, wird er hier erst am Ende erwähnt. Dennoch sollte der Zähler als erstes angelegt werden.
Im Beispiel wird für den Zähler eine Panelvariable ("nqzaehler") vom Datentyp "Ganze Zahl" verwendet. Diese muss - sofern noch nicht geschehen - zunächst einmal angelegt werden. Details dazu finden Sie auf der Seite "Panels" beschrieben. Im Fragebogen sollte dieser Zähler initial mit dem Wert 0 befüllt werden. Legen Sie zu Beginn des Hauptabschnitts eine entsprechende Aktion an, die der Panelvariable "nqzaehler" den Wert 0 zuweist. In den Nebenabschnitten wird der Zähler hochgezählt. Das sollte (via Aktion) unmittelbar nach der letzten Bewertungsfrage erfolgen. Sie können in den Ausdruck am unteren Ende der Hochzählen-Aktion eine einfache Berechnung einfügen, bei der dieselbe Variable, die gefüllt werden soll, mit 1 addiert wird:


Achten Sie beim Anlegen der Nebenabschnitte und der Zähler-Aktionen darauf, dass der Sprung zu Beginn des Nebenabschnitts als Ziel immer ein Element verwendet, das erst hinter der Aktion zum Hochzählen des Zählers erscheint.