Dynamische Listen / Basieren

Bei dynamischen Listen werden die angekreuzten (oder nicht-angekreuzten) Optionen der Teilnehmer bei den Folgefragen angezeigt. Dynamische Listen können auf Mehrfachauswahl- und Matrixfragen aufgebaut und in alle anderen Fragetypen eingelesen werden. Das Basieren auf früher gestellte Fragen ist nur im erweiterten (komplexen) Fragebogen möglich.

Bei Einfach- und Mehrfachauswahlfragen können die Antwortoptionen auf Grundlage der Antworten des Befragten auf eine früher gestellte Frage basieren. Bei Matrix- und Kombinationsfragen können die Sub-Fragen basierend aufgebaut werden und bei Drag-And-Drop-Fragen die draggable items.

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Einleitung

Wie komme ich zu den Einstellungen "Dynamische Listen / Basieren"

  1. in der Menüleiste (ganz oben) auf "Fragebögen" -> "Übersicht" klicken

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  2. den Fragebogen markieren (1x anklicken), er ist dann gelb hinterlegt

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  3. in der Iconleiste (oben rechts) auf das zweite Icon "Öffnen" Bild klicken

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  4. den Abschnitt markieren (1x anklicken), er ist dann gelb hinterlegt

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  5. in der Iconleiste (oben rechts) auf das zweite Icon "Öffnen" Bild klicken

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  1. in der Iconleiste (oben rechts) auf das erste Icon "Frage hinzufügen" Bild klicken oder eine bestehende Frage bearbeiten Bild

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  2. wählen Sie bei den Antwortmöglichkeiten resp. Subfragen die Option "Generieren auf Basis der gegebene Antworten des Teilnehmers bei der Variable" aus

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Voraussetzungen

Beachten Sie folgende Voraussetzungen, um dynamische Listen zu erstellen::
  • Dynamische Listen können nur in einem erweiterten (komplexen) Fragebogen erstellt werden.
  • Eine Frage kann entweder auf einer Mehrfachauswahl- oder einer Matrixfrage basieren.
  • Bei der Frage, auf der basiert werden soll, muss eine Fragevariable definiert sein.
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  • Die Frage, auf der basiert wird, darf nicht auf der gleichen Seite stehen wie die Folgefrage. Die Antwort muss zwingend vorher schon bekannt sein.

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Basieren auf Mehrfachauswahlfrage

Einstellungen

Wenn Sie eine Frage erstellen, welche auf einer Mehrfachauswahlfrage basiert, haben Sie folgende Einstellungsmöglichkeiten:
s:GrafikErklaerung

Die Erklärungen zu den Nummern finden Sie unterhalb der Grafik.

  1. Variable: Geben Sie in diesem Feld den Fragevariablenname derjenigen Frage an, auf der Sie eine Frage basieren möchten.
    Der Umgang mit Variablen können Sie im Kapitel Arbeiten mit internen Variablen nachschlagen.
  2. Art des Verhältnisses: Wählen Sie hier, ob alle vom Teilnehmer in der Basisfrage angreuzten Antworten in der Folgefrage aufgelistet werden sollen oder ob alle nicht-angekreuzte Antworten angezeigt werden sollen.

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Beispiel

Das folgende Beispiel finden Sie auch im Demofragebogen: Beispielfragebogen mit basierenden Fragen (dynamische Listen) Bild

Teilnehmersicht im veröffentlichten Fragebogen
Für den Teilnehmer sollten die Fragen im Fragebogen am Schluss wie folgt aussehen:
In der ersten Frage (Mehrfachauswahlfrage) gibt der Befragte an, welche Schuhmarken er kennt. Nur diejenigen Schuhmarken die angekreuzt sind, werden in der nächsten Frage (Matrixfrage) aufgelistet. Dort wird der Teilnehmer gefragt, welcher dieser (bekannten) Schuhmarken er schon einmal gekauft hat. Dies ist also ein Beispiel einer Matrixfrage, bei welcher die Sub-Fragen auf den gegebenen Antworten einer Mehrfachauswahlfrage basieren.

In der ersten Frage (Mehrfachauswahlfrage) gibt der Befragte an, welche Schuhmarken er kennt. Nur diejenigen Schuhmarken die angekreuzt sind, werden in der nächsten Frage (Matrixfrage) aufgelistet. Dort wird der Teilnehmer gefragt, welcher dieser (bekannten) Schuhmarken er schon einmal gekauft hat. Dies ist also ein Beispiel einer Matrixfrage, bei welcher die Sub-Fragen auf den gegebenen Antworten einer Mehrfachauswahlfrage basieren.



Umsetzung im Collector
Um dieses Beispiel im Collector umzusetzen, sollten Sie eine Mehrfachauswahlfrage und eine Matrixfrage anlegen. In der Fragenübersicht sollte das Beispiel wie folgt aussehen:
Nach einer kurzen Einleitung folgt die Mehrfachauswahlfrage, in welcher der Teilnehmer angeben soll, welcher Schuhmarken er kennt. In der Matrixfrage muss der Befragte angeben, welche Schuhmarken er schon einmal gekauft hat.

Nach einer kurzen Einleitung folgt die Mehrfachauswahlfrage, in welcher der Teilnehmer angeben soll, welcher Schuhmarken er kennt. In der Matrixfrage muss der Befragte angeben, welche Schuhmarken er schon einmal gekauft hat.


Die Sub-Fragen und Antwortmöglichkeiten der Matrixfrage, welche auf der Mehrfachauswahlfrage basiert, müssen wie folgt eingestellt werden:
Bei den Sub-Fragen wird die Option

Bei den Sub-Fragen wird die Option "Generieren auf Basis der gegebenen Antworten des Teilnehmers bei der Variable" angekreuzt und die Fragevariable der Mehrfachauswahlfrage ('markekennen') ausgewählt. In der Frage werden dann also nur die dem Teilnehmer bekannten Schuhmarken als Sub-Fragen aufgelistet.

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Basieren auf Matrixfrage

Einstellungen

Wenn Sie eine Frage erstellen, welche auf einer Matrixfrage basiert, haben Sie folgende Einstellungsmöglichkeiten:
s:GrafikErklaerung

Die Erklärungen zu den Nummern finden Sie unterhalb der Grafik.

  1. Variable: Geben Sie in diesem Feld den Fragevariablenname derjenigen Frage an, auf der Sie eine Frage basieren möchten.
    Zusätzlich müssen Sie noch die Antwortmöglichkeiten (Spalten) definieren, die als Basis bei der Generierung der Zeilen verwendet werden.
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    Der Umgang mit Variablen können Sie im Kapitel Arbeiten mit internen Variablen nachschlagen.

     

  2. Art des Verhältnisses: Wählen Sie hier, ob alle vom Teilnehmer in der Basisfrage angreuzten Antworten in der Folgefrage aufgelistet werden sollen oder ob alle nicht-angekreuzte Antworten angezeigt werden sollen.

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Beispiel

Das folgende Beispiel finden Sie auch im Demofragebogen: Beispielfragebogen mit basierenden Fragen (dynamische Listen) Bild

Teilnehmersicht im veröffentlichten Fragebogen
Für den Teilnehmer sollten die Fragen im Fragebogen am Schluss wie folgt aussehen:
In der ersten Frage (Matrixfrage) wird der Teilnehmer gefragt, welche Schuhmarken er schon einmal gekauft hat. Es stehen vier Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. In der nächsten Frage (Kombi-Frage) werden nur diejenigen Schuhmarken aufgelistet, welche vom Teilnehmer schon einmal gekauft wurden. Dies ist also ein Beispiel einer Kombi-Frage, bei welcher die Zeilen auf den gegebenen Antworten einer Matrixfrage basieren.

In der ersten Frage (Matrixfrage) wird der Teilnehmer gefragt, welche Schuhmarken er schon einmal gekauft hat. Es stehen vier Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. In der nächsten Frage (Kombi-Frage) werden nur diejenigen Schuhmarken aufgelistet, welche vom Teilnehmer schon einmal gekauft wurden. Dies ist also ein Beispiel einer Kombi-Frage, bei welcher die Zeilen auf den gegebenen Antworten einer Matrixfrage basieren.



Umsetzung im Collector
Um dieses Beispiel im Collector umzusetzen, sollten Sie eine Matrixfrage und eine Kombinationsfrage anlegen. In der Fragenübersicht sollte das Beispiel wie folgt aussehen:
Zuerst wird eine Matrixfrage angelegt, in welcher der Teilnehmer angeben soll, welche Schuhmarken er schon einmal gekauft hat. In der Kombi-Frage muss der Befragte angeben, wie er die Schuhmarken, die er schon einmal gekauft hat, bezüglich Qualität und Preis beurteilt.

Zuerst wird eine Matrixfrage angelegt, in welcher der Teilnehmer angeben soll, welche Schuhmarken er schon einmal gekauft hat. In der Kombi-Frage muss der Befragte angeben, wie er die Schuhmarken, die er schon einmal gekauft hat, bezüglich Qualität und Preis beurteilt.


Die Zeilen und Spalten der Kombi-Frage, welche auf der Matrixfrage basiert, müssen wie folgt eingestellt werden:
Bei den Zeilen wird die Option

Bei den Zeilen wird die Option "Generieren auf Basis der gegebenen Antworten des Teilnehmers bei der Variable" angekreuzt und die Fragevariable der Matrixfrage ('marke_kauf') ausgewählt. Da es sich um eine Matrixfrage handelt, müssen sie zudem noch angeben, welche Antwortmöglichkeiten (Spalten) der Matrixfrage als Basis bei der Generierung der Zeilen verwendet werden sollen. Wählen sie die ersten beiden Antwortoptionen. Die anderen beiden Möglichkeiten sind nicht interessant, da der Teilnehmer zu diesen Marken keine Beurteilung über Preis und Qualität angeben kann.

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Tipp: Einsatz versteckter dynamischer Listen

Generelle Vorgehensweise

Die vorhergehenden Abschnitte haben gezeigt, wie man Antwortmöglichkeiten ein- oder ausblendet aufgrund der Antworten auf frühere Fragen im Fragebogen. Dabei ging man davon aus, dass der Teilnehmer diese früheren Fragen auch tatsächlich auf dem Bildschirm sieht und beantwortet. Das Ein- oder Ausblenden von Antwortoptionen funktioniert aber auch dann, wenn diese früheren Fragen gar nicht angezeigt (mit einem Pflichtsprung übersprungen) sondern mittels Aktionen gefüllt werden.
 
Folgendes Beispiel soll das verdeutlichen:
 
 
Die Abbildung zeigt einen Auszug aus einem Fragebogenabschnitt mit einer Matrixfrage (Variablenname B1) und einer davor positionierten Dummy-Frage (Variablenname B1_dummy). Die Dummy-Frage ist eine Mehrfachauswahlfrage mit 3 Antwortmöglichkeiten. Die Matrixfrage basiert auf den Antworten auf die Dummy-Frage. Tatsächlich wird jedoch die Dummy-Frage von jedem Teilnehmer mittels eines Pflichtsprungs übersprungen. Um trotzdem Antworten auf die Mehrfachauswahlfrage zu haben, wurden vor dem Pflichtsprung insgesamt 6 Aktionen (Typ Fragevariablenwert zuweisen) angelegt. Die ersten 3 Aktionen setzen die 3 Antwortoptionen der Mehrfachauswahlfrage immer auf "nicht markiert" (Wert 0) - dies sollte immer dann angelegt werden, wenn ein Zurück-Button im Fragebogen angezeigt wird. Die 3 letzten Aktionen sind bedingungsgebunden und setzen bei erfüllter Bedingung die jeweilige Antwortoption auf "markiert" (Standardwert 1). Die nachfolgenden Abbildungen zeigen dies im Detail:
 
 
In Frage B1 werden die Sub-Fragen nicht manuell definiert sondern sie basieren auf den "Antworten" auf die Dummy-Frage B1_dummy.

 
Die Dummy-Frage B1_dummy soll nicht auf dem Bildschirm der Teilnehmer erscheinen. Deshalb wird ein Pflichtsprung über die Dummy-Frage, wie im oberen Screenshot zu sehen, angelegt.

 

Anstelle der Teilnehmer "beantworten" die Aktionen (wie oben beispielhaft abgebildet) die Dummy-Frage B1_dummy.

Beispiel: Ausblenden von Antworten, wenn max. Zählerstand erreicht

Die Ausgangssituation von dem hier aufgezeigten Beispiel ist die folgende: In einem Fragebogen kann der Teilnehmer sich für einen von drei Kursen anmelden. Jeder der drei Kurse hat eine maximale Teilnehmerzahl (z.B. 50 Teilnehmer). Wenn einer der Kurse soviele Anmeldungen hat, wie er maximal Teilnehmer haben darf, dann soll dieser Kurs nicht mehr angezeigt werden.
Für das dynamische Ein- oder Ausblenden der Kurse kann die oben beschriebene Funktionalität mit versteckten dynamischen Listen eingesetzt werden. Zusätzlich dazu benötigt man Zähler(variablen), die mittels indiziertem Variablenset (s.a. die Ausführungen dazu auf der Seite "Panels") für alle Teilnehmer verfügbar sind.

(1) Im ersten Schritt wird eine neue Mehrfachauswahl-Frage (Variablenname "kursliste") angelegt mit 4 Antwortmöglichkeiten ("...den Kurs 1 (10-12 Uhr)", "...den Kurs 2 (14-17 Uhr)", "...den Kurs 3 (17-19 Uhr)", "...keinen der Kurse"). Diese Mehrfachauswahl-Frage wird mit einem Pflichtsprung von jedem Teilnehmer übersprungen:

In der Einfachauswahl-Frage mit dem Variablennamen "anmeldung" werden die Antwortmöglichkeiten nicht manuell, sondern auf Basis der Antworten in der Frage "kursliste" (Art des Verhältnisses: Angekreuzte Antworten) bestimmt:

(2) Im zweiten Schritt wird ein indiziertes Variablenset mit den drei benötigten Zählervariablen (jeweils Datentyp "Ganze Zahl") angelegt. Es kann auch ein solches Variablenset verwendet werden, das bereits existiert und schon bei anderen Fragebögen eingesetzt wurde. Details zu Panels und Variablensets können Sie auf der Seite "Panels" nachlesen.

(3) Wenn die Zählervariablen angelegt sind, können die Aktionen definiert werden, die die Dummy-Frage mit dem Variablennamen "kursliste" befüllen:

Die drei ersten Aktionen setzen bei der Mehrfachauswahl-Frage die drei ersten Antworten auf den Ausgangszustand zurück. Das ist notwendig, wenn man das Zurückgehen der Teilnehmer im Fragebogen erlaubt. Diese drei Aktionen werden ohne Bedingung jedesmal ausgeführt, wenn der Teilnehmer diesen Teil des Fragebogens passiert:

Die nächsten drei (bedingungsgebundenen) Aktionen setzen die jeweilige Antwort bei der Mehrfachauswahl auf den Wert 1 (=angekreuzt), wenn der entsprechende Zähler die maximale Teilnehmerzahl von 50 noch nicht erreicht hat:

Da die vierte Antwortmöglichkeit ("...keinen der Kurse") immer angezeigt werden soll, genügt es eine einzige Aktion anzulegen, die die vierte Antwortmöglichkeit immer auf den Wert 1 (=angekreuzt) setzt.

(4) Zum Schluss müssen die Aktionen zum Hochzählen der Zähler noch eingefügt und der Indexwert beim Teilnehmer gesetzt werden. Vergessen Sie nicht, den Fragebogen mit einem Panel zu verknüpfen (kann auch ein anonymes Panel sein) und das Panel mit dem indizierten Variablenset (aus Schritt 2) zu verknüpfen. Und vor dem Start der Befragung sollten die Zählerstände auf 0 zurückgesetzt werden (z.B. bei einem Panelteilnehmer aus der Testphase).

Die Aktionen zum Hochzählen der Zähler sollten ganz am Ende des Fragebogens stehen (also am Ende des Hauptabschnitts), sodass sie erst ausgeführt werden, wenn der Teilnehmer den Fragebogen beendet hat und gerade die Endseite aufruft. Für jeden Zähler bedarf es einer eigenständigen Aktion:

Das Hochzählen des Zählers erfolgt mit einer einfachen Addition des aktuellen Zählerstands mit dem Wert 1 (unter der Bedingung, dass der Zähler aufgrund einer neuen Anmeldung hochgezählt werden muss). Sie notieren z.B. nq_zaehler3+1 in das Feld "Ausdruck" ganz unten:

Während das Hochzählen der Zähler ganz am Ende des Fragebogens erfolgen sollte, sollte das Setzen des Indexwerts beim Teilnehmer ganz am Anfang (des Hauptabschnitts) erfolgen. Alle Teilnehmer dieses Fragebogens müssen denselben Wert bekommen. Um Verwechslungen vorzubeugen, empfehlen wir die interne Fragebogennummer (im Beispiel: 71) zu verwenden, weil diese immer nur einmal vergeben wird.

Damit alles funktioniert, müssen für das Beispiel hier am Ende die folgenden Elemente angelegt sein (Die restlichen Fragen können beliebig entweder direkt nach der ersten Aktion oder unmittelbar vor den drei letzten Aktionen eingefügt werden.):


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